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Rund um den Zahnriemen
Meist reißt er auf der Autobahn. Denn hier wird der Zahnriemen besonders gefordert, steht permanent unter Spannung. Schließlich dreht er bei Vollgas einige tausend Runden pro Minute. Naht sein Ende, spürt der Fahrer meist nur einen kleinen Ruck. Fast harmlos. Die Drehzahl fällt in den Keller, die Ölkontrolle leuchtet auf. Ende der Fahrt, nur der Abschleppwagen hilft weiter.

Doch damit nicht genug. In der Werkstatt folgt meist die brutale Diagnose: Nicht nur der Zahnriemen ist futsch, sondern in vielen Fällen gleich der ganze Motor. Grund: Der Riemen treibt die Nockenwelle an, die für das Öffnen und Schließen der Ventile verantwortlich ist. Reißt der Zahnriemen, bleiben Nockenwelle und Ventile stehen.

Ragt eines in diesem Moment zu tief in den Brennraum, schlägt es mit dem Kolben zusammen. Im günstigsten Fall ist nur das Ventil krumm, meist aber der ganze Motor hin. Folge: Reparaturkosten von ein paar tausend Euro. Der Zahnriemen muss aber nicht unbedingt reißen. Genauso schlimm ist das Überspringen, wobei bereits wenige Zähne reichen. Die Ventile öffnen zum falschen Zeitpunkt, treffen auf den Kolben, und ...

Steter Tropfen höhlt den Stein - oder Riemen
Dabei ist der Zahnriemen alles andere als ein Weichei. Er besteht aus einer speziellen Gummimischung, die große Zugkräfte übertragen kann. Innen verstärkt ein Glasfaserband den wichtigen Riemen. Derart gerüstet, hält er ein Gewicht von rund zwei Tonnen. Ganz nach dem Motto "Steter Tropfen höhlt den Stein" reiben Spann- und Führungsrollen den Zahnriemen mit der Zeit auf. Regelmäßige Kontrolle ist unerlässlich.

Denn in den meisten Fällen hat nachlässige Wartung die Schuld am Totalausfall. Zwar schreiben die Werke Wechselintervalle vor, doch diese sind nur eine Empfehlung. Reißt der Riemen früher, übernimmt der Hersteller oft keinen Cent der Kosten. Nur innerhalb der Gewährleistungszeit (zwei Jahre) zeigen sich die Werkstätten kulant. Deshalb können wir nur raten, den Zahnriemen auch zwischen den Intervallen prüfen zu lassen und eventuell schon früher zu tauschen. Gebrauchtwagenkäufer sollten vor Vertragsunterschrift einen Blick ins Wartungsheft werfen.

Entspannter können Fahrzeugbesitzer mit Steuerkette sein. Zwar längen sich auch diese mit der Zeit. Doch das dauert in vielen Fällen ein Autoleben lang. Ist der automatische Spanner am Anschlag, zeigt ein Rasseln und Klappern den fälligen Austausch. Nachteil: Neben der Kette werden auch die Antriebsräder getauscht. Und das wird teuer.

Zahnriemenkontrolle und Wechselintervalle
Die Kontrolle des Riemens verlangt selbst vom Profi viel Erfahrung, oft Spezialwerkzeug und natürlich die genauen Herstellervorgaben. Aber auch als Laie lassen sich einige Schäden feststellen. Versteckt ist er meist unter einer schwarzen Kunststoffabdeckung.

Findet sich eine der folgenden Beschädigungen, muss der Riemen schnellstmöglich in einer Werkstatt getauscht werden.
  • Brüche am Rücken (glatte Seite)
  • Anrisse an den Seiten
  • Ausfransungen an Seite und Rücken (Fäden treten aus dem Gummi)
  • Öl auf dem Riemen. Wichtig, Ursache klären, sonst ist der "Neue" gleich wieder hin
  • Einseitiger Verschleiß
  • Risse am Zahngrund
  • Fehlende Zähne

Einen fälligen Check in der Fachwerkstatt kann die einfache Sichtkontrolle natürlich nicht ersetzen.
Quelle: Autobild.de